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und was noch mehr ist, bis Ende gedachten Jahrs 824,000 Rthlr. in beiden Fürstenthümern zu Verbesserung der Wohlfahrt des Landes aufzuwenden. Diese Landesväterliche Gesinnung verdient das Muster mancher anderer Regenten zu werden, und die beiden Minister, durch welche diese heilsame Anstalten befördert worden, die Reichsfreyherren von Seckendorf und von Gemmingen, gehörten unter die Staatsmänner, welche von ihren Zeitgenossen und von der Nachwelt gesegnet werden.

Die Einkünfte des Fürstenthums Anspach werden wie in mehrern deutschen Ländern, in die Einkünfte bey der Kammer, und in die Einkünfte bey der Landschaft getheilet. Bey der Kammer sind die Einkünfte am beträchtlichsten. Es fließen zu denselben die Einkünfte der ansehnlichen landesherrlichen Domänen, Forsten u. s. w., welche nicht verpachtet sind, sondern administrirt werden. Ferner gehören dazu die Gefälle der Lehenhöfe, Handlöhne, Erbzinsen, Zehenden, das Stempelpapier, der Verkauf des Salzes, die Juden- Anlage- Receptions- und Schutzgelder, die Einkünfte der Fürstlichen Brauhäuser zu Anspach und Zirndorf, und verschiedene Verpachtungen von Teichen u. a. Sachen. Zur Landschaftseinnahme gehöret außer den Zöllen, einer geringen Abgabe auf die Konsumtibilien, und dem Umgelde aufs Gethränke, hauptsächlich die Steuer. Diese ist bloß auf dem schon seit langer Zeit geschätzten Werthe der Häuser und Güter gelegt. Von Kopfsteuern, Vermögensteuern und anderen verderblichen Steuern,

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